Anatol Stefanowitsch hat eine Onlinepetition ins Leben gerufen, die sich gegen die Verankerung des Deutschen im Grundgesetz in Deutschland richtet (von den üblichen Verdächtigen und der Bildzeitung). Ich hoffe viele werden seinem Aufruf folgen. Ich zitiere hier seine Begründung:
- Es besteht keine Notwendigkeit einer Aufnahme der deutschen Sprache ins Grundgesetz. Das Deutsche ist im Bund und in allen Bundesländern Amtssprache und es ist unzweifelhaft die Hauptsprache des öffentlichen Lebens.
- Da keine Notwendigkeit zu einer Aufnahme ins Grundgesetz besteht, wäre eine solche ein rein symbolischer Akt, dessen Symbolgehalt nur die Ausgrenzung von sprachlicher und kultureller Vielfalt sein kann.
- Eine Aufnahme in das Grundgesetz könnte unvorhersehbare sprachpolitische Konsequenzen nach sich ziehen; es ist anzunehmen, dass die Sprachpuristen auf dieser Grundlage eine Verfassungsklage nach der anderen einreichen würden — gegen Englisch in Werbung, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, gegen Migrantensprachen auf Schulhöfen, vielleicht sogar gegen Minderheitensprachen wie das Friesische und Sorbische.
Weiterhin empfehle ich seinen mehr als lesenswerten Sprachlog.
Zur Onlinepetition geht es hier lang. Zum Artikel hier hin.